Manufaktur Zenith, Le Locle NE

Manufaktur Zenith, Le Locle NE

Die 1865 von Georges Favre-Jacot gegründete Uhrenmanufaktur Zenith war eine der allerersten vertikal integrierten Produktionsstätten der Schweizer Uhrenindustrie: Dies erklärt die Grösse des Geländes, zu dem auch ein Steinbruch, eine Ziegelei und eine Giesserei gehörten. 

Bis heute wurden je nach Entwicklung der Geschäftstätigkeit Umbauten und Erweiterungen vorgenommen. Dennoch hat der Standort insgesamt seine ursprünglichen Gebäude bewahrt, die zwischen 1865 und 1905 errichtet wurden. In den meisten dieser Gebäude zeigt sich eine gemeinsame Grundlage: Wände aus Betonsteinen und eine tragende Struktur aus gusseisernen Säulen, die ein Netz aus schmiedeeisernen oder stählernen Trägern und Balken stützen. 

Die Dächer wurden hingegen mehrfach umgebaut, was zu einer gewissen Vielfalt an Materialien geführt hat: Keramikziegel, lackierte Aluminiumziegel, verzinkte und/oder lackierte Stahlbleche, Zinkbleche oder auch mit Kies bedeckte Flachdächer – und mittlerweile auch Solarmodule.

Unsere Fragen

  • Wie lassen sich historische Teile aus Eisenlegierungen wirksam erhalten, wo im Winter der Regen den Schnee nach und nach verdrängt? 
  • Welche Lösungen würden es ermöglichen, die alten Teile zur Geltung zu bringen und sie gleichzeitig für neue Aktivitäten innerhalb des Unternehmens umzufunktionieren?
  • Und nicht zuletzt: Welche Risiken bestehen in Bezug auf Erdrutsche in diesem sumpfigen Gebiet, in dem die meisten Gebäude an der darunter liegenden Strasse Schäden aufgrund ihres allmählichen Absinkens erlitten haben?
Ansicht eines Fassadenausschnittes mit einem Fenster der Uhrenmanufaktur Zenith in Le Locle © HE-Arc
Der Regen ist sicherlich (zusammen mit dem Frost-Tau-Wechsel) sowohl für die Ablösung des Putzes, die Erosion der Ziegel und des Mörtels als auch für die Korrosion der Eisenrahmen verantwortlich. Dies betrifft ein Gebäude, das zwar im Originalzustand erhalten geblieben ist, aber derzeit nicht Teil der Produktion ist.

Beteiligte